Chronik

An den Anfang möchte ich eine Aussage von Dr. Martin Luther stellen, der eine auch uns wichtige Notwendigkeit schon zu seiner Zeit sah, was aus folgendem Zitat deutlich wird:

"...sondern diejenigen, so mit Ernst Christ sein wollen und das Evangelium mit Hand und Mund bekennen, müßten sich mit Namen einzeichnen und irgendwo in einem Haus allein sich versammeln zum Gebet, zu lesen, zu taufen, das Sakrament zu empfangen und andere christliche Werke zu üben."

Dies fanden auch schon um 1830 einige Bürger von Arheilgen. Sie versammelten sich zuerst in der Felchesgasse 13 im Hause von Hans Weber zu einem aktiven Bibelgesprächskreis, der sporadisch von den Wanderpredigern der Herrnhuter Brüdergemeine betreut wurde. Durch sie entstand 1849 eine große christliche Bewegung, die überaus aktiv für ihren Glauben war. Ein junger Pfarrvikar unterstützte diese Gruppe und wirkte auch in den kirchlichen Gottesdiensten in großem Segen. Als dieser 1850 abberufen werden sollte, demonstrierten tausend Arheilger für ihren Vikar vor dem Darmstädter Schloß. Diesem Ereignis verdanken alle Arheilger den Kosenamen "Mucker".
Aus dieser Bewegung entstanden 1856 die Musikgemeinschaft und 1883 der Kindergarten der heutigen Auferstehungsgemeinde und schließlich 1951 die Ev. Stadtmission Da-Arheilgen e.V.. Auch in den Nachbarorten Wixhausen, Groß-Gerau, Gräfenhausen, Weiterstadt, Braunshardt, Egelsbach, Messel, Offenthal entstanden Neugründungen von Arheilgen aus.

Die Stadtmission Arheilgen ist mit diesen Gemeinden dem Starkenburger Gemeinschaftsverband und damit auch dem Gnadauer Gemeinschaftsverband angeschlossen und ist Mitglied des Diakonischen Werkes.